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SN Inside - Die Woche in Schaumburg

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Liebe Leserinnen und Leser,
die Redaktion arbeitet aktuell am Jahresrückblick, der - wie jedes Jahr am 24. Dezember - der Zeitung beiliegen wird. Dafür bin ich alle Ausgaben der vergangenen elf Monate durchgegangen und hatte dabei nonstop ein Déjà-vu - abgesagte Veranstaltungen, Gastronomen und Einzelhändler, die um ihre Existenz bangen, leere Weihnachtsmärkte und verärgerte Beschicker. Meldungen von zu geringen Impfstoff-Lieferungen. Und die Schlagzeile im Juli, dass das RKI vor einer vierten Welle im Winter warnt. Diese Warnung verhallte ungehört.
Ich will mich davon gar nicht ausnehmen, ich habe den Sommer genossen. Nach langer Zeit konnte ich endlich wieder meine Eltern besuchen, die im Ausland leben. Ich war im Meer schwimmen, habe einen Städtetrip gemacht, habe mich gefreut, auch endlich wieder über andere Sachen schreiben zu können. Doch es war nur eine Atempause, wie wir jetzt feststellen.
Nun bin ich wieder täglich in Kontakt mit dem Landkreis, der die neuen Verfügungen von Bund und Land umsetzen muss. Spreche mit Thomas Hoffmann und Dr. Ingolf Kunze, die die Mobilen Impfteams betreuen, und helfe Menschen am Telefon, die sich ratsuchend an uns wenden, weil sie nicht wissen, wo das nächste Testzentrum ist oder sich ohne Internet keinen Termin buchen können. Was gilt denn nun überhaupt, seitdem Mittwoch die Warnstufe 2 in Kraft getreten ist? Es herrscht Verwirrung. Einzelhändler berichten von verunsicherten Kunden, die nicht mehr kommen, weil sie nicht wissen, ob sie überhaupt ohne Test dürfen. Wir versuchen mit unserer Berichterstattung, Ordnung in das Chaos zu bringen, während die Beschicker in Stadthagen und andernorts ihre Konsequenzen bereits gezogen haben und die Märkte schließen.
Wirklich wütend bin ich geworden ob der Dickfelligkeit der Behörden, die sich alle nicht verantwortlich fühlen für die Kontrollen der neuen Corona-Regeln und die Polizei davon spricht, mit “Fingerspitzengefühl” vorzugehen. Es ist sicher jetzt nicht die Zeit für einen Klapps auf die Finger. Da bringt es herzlich wenig, wenn das Land mit einem Bußgeld-Katalog mit hohen Strafen bei Verstößen droht, solange niemand kontrolliert. Meine Kollegin Verena Gehring hat die mangelnde Kommunikationsfähigkeit von Landkreis, Stadtverwaltung und Polizei scharf kommentiert.
Und weil ich wie immer versuche, jeden Newsletter mit etwas Positivem zu beenden, erzähle ich Ihnen, was in der Redaktion für einen Lacher gesorgt hat: Die Pressemitteilung von Tennet (vielen bekannt durch die Stromtrasse „Südlink“), in der stolz über die Rettung eines Waschbären berichtet wird, der an einer Leitung hing und nicht mehr alleine herunterkam. Der Kleine hat es nicht in die Zeitung geschafft, weil sich die Geschichte nicht in unserem Einzugsgebiet abgespielt hat - aber jetzt wissen Sie, dass diese Woche auch noch Gutes passiert ist.
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Bild der Woche

Vera Skamira hat dieses Bild am Mittwochabend aufgenommen, was mehr als deutlich die schwierige Situation der Weihnachtsmarkt-Beschicker zeigt.
Vera Skamira hat dieses Bild am Mittwochabend aufgenommen, was mehr als deutlich die schwierige Situation der Weihnachtsmarkt-Beschicker zeigt.
Haben Sie Fragen oder Anmerkungen?
Möchten Sie auch gerne in der Rubrik Bild der Woche erscheinen? Dann schreiben Sie uns!
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende. 
Wir würden uns freuen, wenn Sie die SN-Weihnachtshilfe ebenfalls unterstützen. Zum 27. Mal rufen die Schaumburger Nachrichten in der Vorweihnachtszeit unter dem Motto „Schaumburger helfen Schaumburgern“ zu Spenden für hilfsbedürftige Menschen im Landkreis auf. Seit Beginn der Aktion sind 2,05 Millionen Euro gesammelt worden, die mehr als 3200 unverschuldet in Not geratenen Familien geholfen haben. Hier finden sie alle Informationen und Konten zu der Aktion.
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