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SN Inside - Die Woche in Schaumburg

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Liebe Leserinnen und Leser,
die Bilder, die uns seit Mittwoch aus NRW und Rheinland-Pfalz erreichen, sind erschreckend. Die Meldungen über immer mehr Tote scheinen nicht abzureißen. Das Leid der Angehörigen und der Bewohner in den betroffenen Städten ist unermesslich. Alles andere tritt unweigerlich in den Hintergrund. Mehr als 100 Todesopfer sind zur Stunde zu beklagen. Viele Menschen werden immer noch vermisst. Der Starkregen hat ganze Landstriche verwüstet, Häuser weggespült, Orte von der Außenwelt abgeschnitten. 
Auch mehr als 200 Helfer aus Schaumburg sind vor Ort, um die Einsatzkräfte im Krisengebiet zu entlasten. Es zeigt einmal mehr, wie wichtig Hilfsorganisationen wie das THW, die Freiwillige Feuerwehr, die DLRG oder aber das DRK für die allgemeine Sicherheit in diesem Land sind. Den Dienst, den diese Ehrenamtler an der Gesellschaft leisten, kann man ihnen nicht hoch genug anrechnen. Die Helfer bringen sich selbst in Gefahr, um andere zu schützen. Doch nicht nur das. Auch die Bilder, die die Mitglieder bei Einsätzen aller Art sehen, gehen sicherlich nicht so schnell aus den Köpfen. Das alles machen sie freiwillig und ehrenamtlich - für uns. Hinzu kommt die Abwesenheit von der Familie. Dann noch die harte, körperliche Arbeit. Bei Temperaturen wie in diesen Tagen geht das schnell an die Substanz. Schlafmangel, ständige Einsatzbereitschaft. Man könnte die Liste der Anforderungen noch endlos weiterführen.
Was ich damit sagen möchte? Ich möchte meinen Respekt und meinen allerherzlichsten Dank zum Ausdruck bringen. Hoffentlich kommen die Schaumburger Helfer gesund und unbeschadet aus dem Einsatz im Hochwassergebiet zurück!
Trotz der bedrückenden Nachrichten aus dem Nordwesten des Landes, behalten wir natürlich auch die Lage in unserer Region im Blick. Schlagzeilen hat diese Woche eine Razzia im Herzen Bückeburgs gemacht. Der Inhaber des durchsuchten Gebäudekomplexes an der Obertorstraße hat uns gegenüber deutliche Kritik am Vorgehen der Polizei geäußert. Als Barbesitzer spricht er von Rufschädigung. Die Polizei hält sich - wie immer bei laufenden Ermittlungen - derweil zurück.
Unverständlich: Das Impfzentrum in Stadthagen war am Mittwoch und Donnerstag geschlossen. Dem DRK fehlte es an Impfnachschub. Die Kollegin Mira Colic hat sich des Themas angenommen. Mit Blick auf andere Landkreise, die im Impfstoff quasi ertrinken, ist die Verteilung seitens des Landes Niedersachsen mehr als fragwürdig. Warum die Behörde auf die unterschiedlichen Bedarfe vor Ort nicht unkompliziert und schnell reagieren kann, ist in der heutigen, digitalen Welt nicht nachvollziehbar. Kein Wunder, dass sich das Schaumburger DRK als Betreiber ärgert. Warum aber weder der Verband noch der Landkreis über die Schließung informiert haben - unter anderem über die Internetseite oder aber uns als Medium -, ist ebenfalls unverständlich. Bleibt zu hoffen, dass die bevorstehenden Impfaktionen reibungslos verlaufen.
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Bild der Woche

Das Stadthäger THW fährt in Kolonne mit benachbarten Ortsverbänden zum Hilfseinsatz. Foto: THW
Das Stadthäger THW fährt in Kolonne mit benachbarten Ortsverbänden zum Hilfseinsatz. Foto: THW
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