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SN Inside - Die Woche in Schaumburg

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Liebe Leserinnen und Leser,
die Inzidenz sinkt, die Temperatur steigt. Ein glückliches Zusammentreffen, denn so ist vielerorts der Sprung ins Freibadbecken wieder möglich. Eigentlich ist ja das Frühjahr die Zeit, in der das Leben wieder etwas mehr in Gang kommt. Doch April und Mai zeigten uns die kalte Schulter. Jetzt herrscht allgeine (Wieder-)Eröffnungseuphorie, denn nicht nur die Schwimmbäder sind wieder da, auch auf den Kinoleinwänden tut sich ab Juli etwas, und wer statt Film lieber Fußball schaut, muss zuvor nicht länger in Nachtarbeit ein Konzept über Anzahl von Personen und Haushalten erstellen, sondern kann relativ spontan beim Wirt seines Vertrauens zusammen mit anderen jubeln. Oder auch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Mit Rücksicht auf die immer noch fragile Stimmungslage wollen wir das Spiel vom Dienstag an dieser Stelle nicht im Detail diskutieren.
So viel Anspannung lässt langsam nach. In der Redaktion kam kurz die Frage auf, wo denn die Corona-Daten für das Wochenende bleiben. Schnell stellte sich heraus, die gibt’s nicht mehr. Es tut sich einfach zu wenig, der Aufwand lohnt sich aus Sicht der Verwaltung nicht länger. Die Inzidenz rutscht langsam, aber sicher auf null zu. Ein gutes Gefühl.
Da mag manch einer sich wie ein Spielverderber vorkommen beim Hinweis darauf, dass die Pandemie noch nicht durchgestanden ist. Weil das aber nun mal so ist, muss es jemand tun, auch wenn’s dafür nach zuletzt sieben Monaten Lockdown gesichert keinen Applaus mehr für gibt. Im Gegenteil.
Als einer dieser Realisten erwies sich beim Besuch in Bückeburg der niedersächsische Kultusminister Grant Henrik Tonne. Er rechne mit einer vierten Welle, betroffen sein würden vor dem Hintergrund der Impf-Reihenfolge die Jüngeren. Man wünscht ihm sicher nichts Schlechtes, wenn man hofft, dass sich das als Fehleinschätzung herausstellt. Das Chaos an den Schulen war groß, eine ganze Generation hat die Pandemie zum Beispiel um ihren Abi-Umzug gebracht. Das klingt banal, aber in der persönlichen Biografie des Einzelnen sind solche Ereignisse wichtige Meilensteine des Heranwachsens. Ganz zu schweigen von den Lücken in der Digitalisierung, die durch Homeschooling und Wechselunterricht offenbar wurden wie selten zuvor.
Apropos. An Fahrt nimmt nicht nur der Sommer, sondern auch der Wahlkampf auf. Oder besser die Wahlkämpfe. Wer ins Amt will, zeigt Gesicht. Möglichst viel. Zum ersten Mal spielen dabei in Stadthagen die sozialen Medien eine Rolle – verstärkt noch durch die Pandemie, denn über Monate waren potenzielle Wählerinnen und Wähler nur auf diesem Wege zu erreichen. Und so posten und kommentieren sich der Bürgermeister und seine drei Herausforderer durch Twitter, Facebook und Instagram, als hätten sie nie etwas anderes gemacht.
Eine Spielwiese ist das, ein munteres Ausprobieren, und wie das mit allem Anfang so ist, es schleicht auch schon mal ein Fehltritt ein. Wir haben einen Stadthäger Social-Media-Experten das Auftreten von Ina Collettzi, Oliver Theiß, Lothar Biege und Sven Janisch in der digitalen Welt bewerten lassen. Nicht vergessen: Nur wer noch nie einen Post abgesetzt hat, der ihm hinterher peinlich war, verfasse dazu den ersten fiesen Kommentar.
Veranstaltungstipp – die gibt’s ja jetzt wieder – für das Wochenende ist das morgige Lustwandeln im Park auf dem Rittergut Remeringhausen. Genießen Sie ein Stück alte, neue Offenheit. Und hoffen wir, dass es erstmal dabei bleibt.
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Bild der Woche

Noch bis zum 11. Juli heißt es an der IGS Schaumburg "Einmal um die ganze Welt ..." Mitglieder der Schulgemeinschaft können Kilometer machen, indem sie Freizeitaktivitäten auflisten, die der Fortbewegung dienen.
Noch bis zum 11. Juli heißt es an der IGS Schaumburg "Einmal um die ganze Welt ..." Mitglieder der Schulgemeinschaft können Kilometer machen, indem sie Freizeitaktivitäten auflisten, die der Fortbewegung dienen.
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