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SN Inside - Die Woche in Schaumburg

SN Inside - Die Woche in SchaumburgSN Inside - Die Woche in Schaumburg

Liebe Leserinnen und Leser,
nun ist klar: Der Lockdown geht in die Verlängerung. Doch die Maßnahmen stoßen - anders als im Frühjahr - auf sinkendes Verständnis in der Bevölkerung. Die Gruppe der Kritiker wächst. Abzulesen ist das auch an den Mahnwachen, die alle zwei Wochen auf dem Stadthäger Marktplatz stattfinden. Innerhalb von zwei Wochen hat sich die Teilnehmerzahl nahezu verdoppelt. Während andernorts die Lügenpresse-Rufe bei solchen Querdenker-Demos durch die Innenstädte hallen, verläuft die Kundgebung in Stadthagen friedlich und ruhig. 
Doch nicht jeder hat sich so gut im Griff. Die Redaktion erreichen immer mehr kritische bis beleidigende Zuschriften. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Letztens erst lag - fein verschnürt - eine Stapel von Schaumburger Nachrichten eines kompletten Monats vor dem Verlagsgebäude. Auf der obersten Ausgabe stand der Appell, dass die Redaktion doch endlich ehrlich über die Corona-Pandemie berichten und die Gesellschaft nicht spalten solle. 
Noch schlimmer wird da auf der SN-Facebook-Seite. Es ist mittlerweile ein Kraftakt geworden, Kommentare unter Corona-Artikeln zu sichten und zu moderieren. Das kostet Zeit und Nerven, doch es ist notwendig. Denn auch dort müssen wir sorgfältig und gewissenhaft arbeiten. Lupenreine Lügen dürfen einfach nicht für jedermann öffentlich sichtbar bleiben. Sie verfestigen sich andernfalls in den Köpfen und werden irgendwann geglaubt. Anders sieht es selbstverständlich bei Meinungen aus, die sicherlich sehr vielfältig in Zeiten dieser Pandemie ausfallen. 
Doch der Grat zwischen Meinung und falscher Behauptung ist häufig schmal. Immer wieder wird in der Redaktion diskutiert, welcher Kommentar - besonders bei Facebook - schon zu weit geht und was man einfach ertragen und stehen lassen muss.
Selbstverständlich richtet sich die Wut mancher User besonders gegen das Medium, in diesem Fall die Schaumburger Nachrichten. Die Vorwürfe driften nicht selten ins Absurde ab. 

Doch es geht auch anders. Seit Wochen rufen die Redaktionen Schaumburger an auf der Suche nach Antworten auf ihre Fragen. Wann wird meine 80 Jahre alte Mutter geimpft? Wie entsorge ich meine FFP2-Marke korrekt? Die Redaktion tut ihr Bestes, um den Anrufern Antworten auf ihre Fragen zu geben. Doch die Kollegen sind nicht Mitarbeiter der zuständigen Behörde. Sie können nicht alles beantworten. Da bitte ich um Verständnis.
Das Virus stellt Länder, Regierungen, Virologen und überhaupt die Bevölkerung vor ungeahnte Herausforderungen. Und so gibt es eben selbst an oberster Stelle noch keine Antworten auf manche Fragen. 
Damit müssen Medien leben und eben auch die Bürger. 
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