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SN Inside - Die Woche in Schaumburg

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Liebe Leserinnen und Leser,
im Mai 2020 haben sich die Schaumburger Nachrichten bei Stadthäger Autohäusern umgehört. Frage war natürlich: Wie kommt ihr durch den Lockdown? Ein Händler beendete seine Ausführungen damals mit der Anmerkung, er habe das Gefühl, vielen werde gerade erst bewusst, „dass das nicht in acht Wochen durchgestanden ist“.
Mittlerweile wissen wir das alle. Vor einem Jahr gab Landrat Jörg Farr die erste Virus-Infektion in Schaumburg bekannt. Kurze Zeit später wurde in Rinteln vorsorglich die erste Schule geschlossen. Seitdem hat Corona die Welt auf den Kopf gestellt. So lange ist das her, kopfüber ist jetzt ganz normal. Wir haben uns das Händeschütteln abgewöhnt, den Urlaub, das Kino, und macht der Frisör auf, ist das ein Medienereignis und Gesprächsthema Nummer eins in der Stadt. Wir zucken nicht zusammen, wenn ein Maskierter die Tankstelle betritt, sondern wenn wir ein Gesicht sehen können.
Es wird schwerer, den Humor zu behalten. Fast sehnt man sich nach den lockeren Tagen der Toilettenpapier-Witze. Schließlich dachte man da noch, es handele sich bei diesem ganzen Pandemie-Gedöns nur um ein bizarres Zwischenspiel. Dauer? Acht Wochen doch wohl höchstens. Einmal Lockdown und gut ist. Aber nichts da. Corona, Corona, Corona. Unter SN-Redakteuren gelten Themen ohne Covid-Bezug inzwischen als Lottogewinn.
Und das sind alles noch die Luxusprobleme. Ganze Branchen kollabieren. Wirtschaftliche Existenzen stehen vor dem Abgrund oder sind bereits hineingefallen. Die Bewohner von Pflegeheimen kämpfen gegen Vereinsamung und Tristesse. Den höchsten Preis zahlten seit Beginn der Pandemie fast 50 Schaumburger.
Die ersten großen Veranstaltungen sind schon wieder abgesagt. In dieser Woche wurde bekannt, dass es nach 2020 auch keine diesjährige Auflage diverser Festivals geben wird. So richtig überrascht haben dürfte das aber eigentlich niemanden.
Wenn der Humor schon futsch ist, bleibt die Hoffnung. Ihr Epizentrum liegt in Stadthagen. Im Impfzentrum. Auch kostenlose Schnelltests sollen das gewohnte Leben wieder etwas in Gang bringen. Ich wünsche Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, dass Sie keinen Artikel zum Thema „Zwei Jahre Corona in Schaumburg“ lesen müssen. Mir fällt spontan auch niemand ein, der ihn gern schreiben würde.

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Seit 20 Jahren ist Ulrike Koller (SPD) Ortsbürgermeisterin von Wendthagen-Ehlen. Jetzt will sie Jüngeren den Vortritt lassen und im September nicht noch einmal zur Wahl antreten, wie sie in dieser Woche mitteilte.
Seit 20 Jahren ist Ulrike Koller (SPD) Ortsbürgermeisterin von Wendthagen-Ehlen. Jetzt will sie Jüngeren den Vortritt lassen und im September nicht noch einmal zur Wahl antreten, wie sie in dieser Woche mitteilte.
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