Liebe Leserinnen und Leser,
wirklich überrascht hat es wohl niemanden mehr, irgendwie haben wir es alle längst geahnt: Der erneute Lockdown – wenngleich nur in der Light-Version – wird sich nicht auf einen Monat beschränken. Bund und Länder haben es am Mittwochabend amtlich gemacht. Die Anfang November verhängten Corona-Maßnahmen bleiben uns bis mindestens Ende Dezember erhalten. Mehr noch: An einigen Stellen werden die Regelungen sogar verschärft.
So manch einer blickt nun schon bange auf
Heiligabend. Wird es bei der für die Festtage in Aussicht gestellten, vorübergehenden Lockerung bleiben? Oder werden möglicherweise unverändert hohe
Inzidenzwerte dazu führen, dass wir doch nicht mit den Großeltern feiern dürfen? Denn selbst wenn der jahreszeitlich milde gestimmte Staat
grünes Licht für das weihnachtliche Beisammensein von bis zu zehn Menschen gibt (Kinder sollen nicht eingerechnet werden): Das Risiko, einsam daheim sitzen zu müssen, weil jemand aus der Familie an
Corona erkrankt – es wächst leider von Tag zu Tag.
Ein anderes Thema, das uns diese Woche beschäftigt – und zugegebenermaßen etwas verblüfft hat: Die
Stadthäger FDP kündigt an, mit einem eigenen Kandidaten in den
Bürgermeisterwahlkampf ziehen zu wollen. Der Zahnarzt und Ratsherr Lothar Biege will es kurz vor dem eigentlich geplanten Ruhestand noch mal wissen. Warum er glaubt, der richtige Mann für seine Heimatstadt zu sein, hat er unserer
Redakteurin Katharina Grimpe erzählt.
Die zurückliegende Woche war nun wirklich alles andere als nachrichtenarm. Die Pläne für die Ansiedlung eines
VW-Werks in Bad Nenndorf sind endgültig gestorben. Hat der auf sein Image bedachte
Autokonzern einen Rückzieher gemacht, weil die Gegner des Projekts so lautstark die drohende Zerstörung eines Landschaftsschutzgebietes angeprangert haben? Oder war die
Kurstadt von Beginn an nur eine von vielen Standort-Varianten, aber eben auch nie die erste Wahl? Darüber lässt sich bislang nur spekulieren.
Dass im Fall eines
19-jährigen Rasers aus Stadthagen niemand verletzt wurde, ist hingegen wohl nur großes Glück. Der junge Mann schoss am Steuer eines 500 PS starken Wagens mit fast 180 Stundenkilometer durch die geschlossene Ortschaft. Ganz ehrlich: Auch ich bin schon mal etwas schneller als erlaubt unterwegs. Aber das hier ist schlicht
kriminell. Und leider sorgen immer öfter
illegale Renn-Manöver für traurige Schlagzeilen. Verantwortungslose Fahrer nehmen dabei mitunter sogar den Tod Unschuldiger in Kauf. Gut, dass die
Polizei diesen hier aus dem
Verkehr gezogen hat.