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Die Woche in Schaumburg

SN Inside - Die Woche in SchaumburgSN Inside - Die Woche in Schaumburg

Liebe Leserinnen und Leser,
waren Sie schon wieder in einem Café, einem Restaurant oder Biergarten oder planen Sie einen Besuch dort? Seit gestern ist dies in Schaumburg wieder möglich, denn die Corona-Bundesnotbremse gilt im Landkreis nicht mehr. Der Inzidenzwert lag fünf Werktage hintereinander unter 100. Und auch wenn klar ist, dass wir die Pandemie nicht überstanden haben, merke ich doch, wie ich erleichtert aufatme. Und ich freue mich, bald mal wieder bei einem Aperol Spritz in der Sonne zu sitzen. Und da bin ich sicherlich nicht die Einzige.
Erleichterung herrscht auch bei Gastronomen und anderen Berufsgruppen, die sich in den vergangenen Monaten irgendwie über Wasser halten mussten und ihre Rücklagen dahinschmelzen sahen. Auch wenn das schlechte Wetter aktuell noch keine rosigen Aussichten für die Außengastronomie verspricht, ist es ein Schritt zurück ins normale Leben. Zudem ist Einkaufen jetzt wieder ohne Termin möglich, was hoffentlich wieder zu mehr Besuchern in den Innenstädten führen wird. Nur so kann das Sterben der Geschäfte verhindert werden.
Seit dieser Woche sind außerdem alle Schüler zurück in ihren Klassenräumen, wenn auch im Wechselmodell. Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrer atmen ebenfalls auf. Und auch wenn in der ersten Woche noch nicht die gewohnte Ausgelassenheit herrschte, sind die Pädagogen überzeugt, dem Nachwuchs wieder etwas von der so lange vermissten Normalität und Stabilität zurückgeben zu können. Dies, so sind sich die Schulleiter einig, sei wichtiger als der verpasste Lernstoff. Daniel Francke, Direktor des Wilhelm-Busch-Gymnasiums, hat den schönen Satz gesagt: “Wir werden keine bildungsferne Generation ins Leben entlassen.”
Dass das Impftempo diesen Monat zurückgehen wird - Grund sind geringe Liefermengen, die für Zweitimpfungen benötigt werden -, dämpft die Euphorie, die sich bei mir eingestellt hatte. Ich würde mich auch lieber heute als morgen impfen lassen. Ab dem 17. Mai darf ich mich als Redakteurin auch für einen Termin registrieren, aber angesichts der vielen Menschen auf der Warteliste (12.000 aktuell in Schaumburg) rechne ich nicht damit, noch diesen Monat an der Reihe zu sein. Was auch okay ist. Andere Menschen haben den Schutz nötiger als ich. Ich bin einfach froh, dass meine Eltern geimpft sind - sonst würden mich die Berichte über Impfdrängler sicher noch mehr aufregen. Vielleicht treibt den einen oder anderen die Angst. Aber viele werden darunter sein, die bloß den Sommerurlaub vor Augen haben… Sei es drum, es ist alles nur eine Frage der Zeit. Ich glaube jetzt einfach mal an die Aussage des Virologen Christian Drosten: „Der Sommer kann ganz gut werden in Deutschland.“
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Tobias Pfaff hat uns diese Drohnenaufnahme eines Rapsfeldes auf der Algesdorfer Höhe geschickt.
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