Profil anzeigen

SN Inside - Die Woche in Schaumburg

SN Inside - Die Woche in SchaumburgSN Inside - Die Woche in Schaumburg

Liebe Leserinnen und Leser,
es hat mich erwischt, eine dicke Erkältung (wirklich nur eine Erkältung, ich habe einen Corona-Test gemacht). Und das ausgerechnet im Urlaub! Ich wusste gar nicht mehr, wie es sich anfühlt: schniefen, husten, Halsschmerzen… Seit Corona und den strengen Maßnahmen war ich nicht mehr krank. Gern hätte ich auch jetzt darauf verzichtet. Aber es ist nun einmal der Preis für die wiedergewonnene Freiheit. Und den sind sicherlich die meisten von uns bereit zu zahlen.
Da ich aufgrund meines Berufs aber viele Menschen treffe, werde ich mich auf jeden Fall gegen die Grippe impfen lassen. Ob uns in diesem Jahr die Grippewelle trifft, nachdem sie 2020/2021 ausgefallen ist, kann niemand voraussagen. Umso wichtiger ist die Vorsorge. Die Nachfrage ist groß, wie mir Dr. Ingolf Kunze, niedergelassener Hausarzt aus Lindhorst und Kreissprecher der Kassenärztlichen Vereinigung, in dieser Woche erzählt hat. Um auf Nummer sicher zu gehen, lassen die meisten Ärzte hier zwei Wochen zwischen Grippeschutz- und Corona-Impfung verstreichen.
Wohl eher nicht gegen Corona geimpft ist, wer an den Schaumburger Tankstellen gegen Maskenpflicht und Abstandsgebote pöbelt. Betreiber berichten von aggressiven Kunden und Mitarbeitern, die sie zu Deeskalationstrainings schicken müssen. Schlimme Erinnerungen werden da wach an den Mord an dem 20-jährigen Tankstellenkassierer in Idar-Oberstein. Der Frust ist groß bei manchen Menschen, und viel zu häufig trifft er Unschuldige.
Und dann ist für viele Mitarbeiter von Faurecia diese Woche eine Ära zu Ende gegangen. Sie müssen nun - manche von ihnen nach 40 Jahren - ihren Arbeitsplatz in Stadthagen verlassen, um ab Montag täglich ins hannoversche Marienwerder zu pendeln. Unklar ist noch, was am jetzt leeren Standort passiert. Nach aktuellem Stand könnte in ein paar Monaten ein medizinisches Dienstleistungszentrum in die Immobilie einziehen. Für die Kreisstadt wäre ein neuer attraktiver Arbeitgeber ein Glücksfall.
Auch in Bückeburg geht mit dem Abschied von Reiner Brombach eine Ära zu Ende. Nach 32 Jahren verabschiedet sich der 71-Jährige Ende des Monats als Bürgermeister und macht Platz für seinen Nachfolger Axel Wohlgemuth. Schmunzeln musste ich besonders bei einem Satz Brombachs, der im Gespräch mit meinem Kollegen Raimund Cremers gefallen ist: “Ich habe nichts fürchterlich in den Sand gesetzt.” Gern hätte er Bauerngut zum Abschluss gebracht, er sehe den geplanten Bau des Hochregallagers aber auf einem guten Weg. Politisch aktiv bleiben will Brombach weiterhin im SPD-Ortsverein. Und öffentlich wird er sicherlich immer mal als neuer DRK-Kreisvorsitzender in Erscheinung treten.
Verabschieden möchte ich mich diese Woche mit einer persönlichen Leseempfehlung. Weil noch bis Sonntag die Frankfurter Buchmesse läuft, haben wir Händler und Leseratten nach ihren Tipps gefragt. Der letzte Roman, der mich sehr berührt hat, heißt “Homeland Elegien” von Ayad Akhtar. Dabei geht es um die Erfahrungen von im Westen lebenden Muslimen und die teils komische, teils bewegende Geschichte einer Einwandererfamilie - und das alles in Amerika, nach dem 11. September und Trump.
Das sollten Sie gelesen haben

Verfolgungsjagd durch Rinteln: Alkoholisierter Mann rammte mehrere Streifenwagen
Prozessauftakt: Sechs Männer sollen Geschäftsmann in Haste in ihre Gewalt gebracht und Lösegeld erpresst haben
Wieder im Minus: Agaplesion Klinikum Schaumburg macht 4,3 Millionen Euro Verlust
Bild der Woche

Zum Herbst haben die SN die schönsten Fotos ihrer Leser gesammelt - darunter dieses hier.
Zum Herbst haben die SN die schönsten Fotos ihrer Leser gesammelt - darunter dieses hier.
Haben Sie Fragen oder Anmerkungen?
Möchten Sie auch gerne in der Rubrik Bild der Woche erscheinen? Dann schreiben Sie uns!
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende. 
Jede Abonnentin und jeder Abonnent der SN, egal ob digital oder gedruckt, trägt dazu bei, dass wir auch in Zukunft in dieser Qualität über die Region, die Welt und die Corona-Krise berichten können – und über all jene Themen, die für unsere Gesellschaft und unser Zusammenleben wichtig sind. Wir brauchen dazu eine starke, fachkundige Redaktion und freuen uns, wenn Sie als Leserinnen und Leser uns dabei unterstützen, indem Sie hier SN+ abonnieren.
Hat Ihnen diese Ausgabe gefallen?
Teilen Sie diesen Newsletter:
Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr empfangen wollen, können Sie ihn hier abbestellen.
Wenn Ihnen dieser Newsletter weitergeleitet wurde, können Sie ihn hier abonnieren.