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SN Inside - Die Woche in Schaumburg

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Liebe Leserinnen und Leser,
eine Woche des Neubeginns war das, für uns alle. Im ersten Moment mag das widersprüchlich klingen, ist es aber nicht. Auch wenn die Zeit des Impfzentrums in der Stadthäger Festhalle zu Ende gegangen ist, fängt nun eine neue Ära der Corona-Bekämpfung nicht nur, aber auch im Landkreis an. Sogenannte „Mobile Teams“ sollen dafür sorgen, dass die Impfquote weiterhin steigt und die Anstrengungen jetzt nicht nachlassen, nur weil es eben den einen, zentralen Ort nicht mehr gibt für die Spritze, mit der wir die Pandemie eindämmen. Ärgerlich ist es da, dass es Verzug bei besagten Teams gibt. Das hätte man mit weniger Bürokratie besser, einfach nahtloser hinbekommen, sagen Verantwortliche im Landkreis.
Neubeginn zwei steht den Schaumburger Bundestagskandidaten ins Haus. Für Maik Beermann (CDU) hat es nicht mehr gereicht, er bekam Volkes Frust auf seine Partei zu spüren. Das finden viele schade, denn auch, wer mit Beermann in diesem oder jenem Punkt nicht übereinstimmt, muss doch zugeben: Er war keiner, dem Schaumburg erst kurz vor Wahlen wieder einfiel, in den vergangenen acht Jahren war er gefühlt fast jede Woche im Landkreis, im Kindergarten, beim Bauprojekt, bei der Bürger-Info - und das als Nienburger. Das hiesige Direktmandat ging stattdessen diesmal an Konkurrentin Marja-Liisa Völlers (SPD). Ihr Neubeginn fällt weniger drastisch aus, immerhin geht es zurück in den Bundestag. Aber: Unter welchen Vorzeichen, müssen die Koalitionsverhandlungen erst noch zeigen. Erwähnt werden sollte: Auch Völlers ist „hiesige“ Bundestagskandidatin nicht nur, weil es so schön heimatverbunden klingt, insbesondere beim Thema Bahntrasse/Deutschlandtakt hat sie sich mit Nachdruck für die Interessen zahlreicher Schaumburger eingesetzt.
Neuanfang drei gab es in Stadthagen, und auch dieser beginnt mit einem Aus: Der Besitzer eines Geländes, auf dem die Kreiswohnungsbaugesellschaft im Auftrag des Roten Kreuzes eine betreute Wohnanlage errichten wollte, hat es sich anders überlegt. Er verkauft jetzt doch lieber an die Privatwirtschaft. Weil es mehr Geld gibt, sagt die Stadt, weil das Bauamt zu lange für den Papierkram gebraucht hat, sagt die Wohnbau. Egal, wie herum es stimmt, jetzt wird neu verhandelt. Dass die Mietpreise dann auch zu schmaleren Geldbeuteln passen, wie die Wohnbau als kommunales Unternehmen es vorhatte, bleibt zu hoffen, ist aber wohl unwahrscheinlich. Besonders ungelegen dürfte die Nachricht nicht zuletzt Bürgermeister Oliver Theiß gekommen sein, der, eben erst vom Wähler in seiner Position bestätigt, nun doch wieder zu hören bekommt: In Stadthagen dauert alles immer einfach zu lange.
Neubeginn vier, und damit kommen wir zum Ende, ist ein imaginierter. Ein wünschenswerter. Noch immer stemmt sich das von einem christlichen Konzern gelenkte Schaumburger Klinikum gegen das weibliche Recht auf Selbststimmung, Schwangerschaftsabbrüche werden dort so gut wie nicht durchgeführt. Kritik am „rückwärtsgewandten Frauenbild“ gibt es dafür von der Arbeiterwohlfahrt. Eine Lösung scheint aber nicht in Sicht. Das ist ärgerlich, aber nicht neu.
Ansonsten bleiben auch Schaumburger Augen wohl noch eine Weile auf Berlin gerichtet. Laschet oder Scholz oder wie, jetzt doch noch Söder? Ampel oder Jamaika? Die Koalitionsverhandlungen werden lang und zäh. Aber auch das ist nichts Neues.
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