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SN Inside - Die Woche in Schaumburg

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Liebe Leserinnen und Leser,
haben Sie den Sommer bisher genießen können? Mein Urlaub steht kurz bevor und ja, für mich geht es ins Ausland. Ich komme mir schon beinahe so vor, als ob ich mich für diese Worte entschuldigen müsste. Ich weiß, die Pandemie ist noch nicht vorüber und es sind ebenfalls Reiserückkehrer, die die Infektionszahlen in die Höhe treiben. Mittlerweile hat auch Schaumburg wieder einen Inzidenzwert über 10. Aufgrund der klar eingrenzbaren Fälle hatte die Verwaltung am Donnerstag noch von höheren Einschränkungen abgesehen, heute dann die Kehrtwende. Dabei ist die Inzidenz sogar gesunken, aber das Infektionsgeschehen sei diffus, so die Begründung aus dem Kreishaus. Offenbar will sich die Verwaltung später nicht vorwerfen lassen, nicht rechtzeitig gehandelt zu haben. Denn es scheint klar, dass die Zahlen weiter steigen werden - und gleichzeitig sinkt das Impftempo.
Im Landkreis ist wie fast im ganzen Land das Angebot an Impfstoffen größer als die Nachfrage. Das DRK impft nun schon auf Marktplätzen und lädt zu Piksern ohne Termin ein, auch heute wieder in Stadthagen. Mit der Delta-Variante droht eine vierte Welle. Israel, das Land, das als erste große Erfolge im Kampf gegen den Virus feierte, erlässt bereits wieder Verbote und neue Einschränkungen. In Deutschland müssen Ungeimpfte mit Beschränkungen rechnen, beispielsweise dürften sie ohne selbst bezahlte negative Tests nicht mehr in Restaurants oder Kinos. Meine Meinung dazu? Natürlich steht jedem die Entscheidung frei, ob er sich impfen lassen möchte, aber diejenigen, die das nicht wollen, müssen dann auch mit den Konsequenzen leben. Denn ihre Wahlfreiheit darf nicht zulasten der Geimpften gehen. Was wäre die Alternative? Die USA wollen beispielsweise nur noch geimpfte Ausländer einreisen lassen.
Zum Thema Einreise habe ich diese Woche mit Nicole Weiche gesprochen, die beim Gesundheitsamt des Landkreises Expertin auf diesem Gebiet ist. Ehrlich gesagt war ich mir selbst unsicher, was ich bei meiner Rückkehr aus Bosnien und Kroatien beachten muss und habe dieses Gespräch gerne genutzt, um mich zu informieren. Bereits 400 Fälle haben Weiche und ihre Kollegen aufgenommen, in denen Bürger ihrer Nachweis- beziehungsweise Meldepflicht nicht nachgekommen sind. Ihnen drohen jetzt Bußgelder in Höhe von bis zu 25.000 Euro.
Peanuts für die BKK24, der sich in dieser Woche zu einer möglichen Zahlungsunfähigkeit äußern musste. Es soll um eine Summe im höheren einstelligen Millionenbereich gehen. Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe. Dass eine Krankenkasse vor der Insolvenz steht, ist außergewöhnlich und seit der Einführung des Gesundheitsfonds auch erst zwei Mal vorgekommen. Für die 136.000 Versicherten ändere sich nichts, versicherte der Vorstand und gab den 285 Mitarbeiten eine Arbeitsplatzgarantie. Eine zeitlich befristete Beitragserhöhung soll die Krankenkasse aus der Schieflage holen. Dies ist allen Beteiligten zu wünschen.
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Bild der Woche

Karlheinz Poll hat auf einem abgeernteten Feld im Stadthäger Ortsteil Wendthagen, östlich des Schaumburger Weges, diese Störche entdeckt und im Bild festgehalten. Insgesamt 14 Stück hat er gezählt. 14 Adebars gezählt, die sich hier in einer Gruppe zusammengefunden hatten.
Karlheinz Poll hat auf einem abgeernteten Feld im Stadthäger Ortsteil Wendthagen, östlich des Schaumburger Weges, diese Störche entdeckt und im Bild festgehalten. Insgesamt 14 Stück hat er gezählt. 14 Adebars gezählt, die sich hier in einer Gruppe zusammengefunden hatten.
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In diesem Sinne verabschiede ich mich in den Urlaub und wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und einen sonnigeren Sommer. 
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